1864 – 1946

Frida Wilhelmina Amsler Rauschenbach

Frida Rauschenbach kam als einziges Kind des Nagelfabrikanten Conrad Rauschenbach und der Emma geb. Ziegler in Schaffhausen zur Welt. Das gutbürgerliche Leben erlaubte ihr trotz des frühen Todes des Vaters zu reisen; einem längeren Aufenthalt in Berlin folgten Reisen nach Italien und Schweden. Das mütterliche Ziel der Erziehung - eine standesgemässe Verheiratung - erfüllte sich Ende 1888 durch die Vermählung mit dem Schaffhauser Ingenieur Dr. Alfred Amsler. Mit ihm zeugte sie sechs Kinder und widmete sich auf dem stattlichen Landsitz «zum Rheinbühl» ganz der Familie. Dies änderte sich 1919, als sie sich 55-jährig vom Gemeinnützigen Frauenverein zur ersten Präsidentin der Kommission zur Förderung des Frauenstimmrechts wählen liess. Ihre Motivation zu diesem Schritt blieb aufgrund fehlender persönlicher Aufzeichnungen stets etwas im Dunkeln. Mit ihren Mitstreiterinnen, u.a. der viel jüngeren Sozialistin Regina Kägi-Fuchsmann, setzte sich Amsler Rauschenbach nebst dem Frauenstimmrecht auch für die Lohngleichheit und für eine Mutterschaftsversicherung ein. Familiäre Verpflichtungen - insbesondere die Krankheit ihres Mannes - bewogen sie 1928 zum Rücktritt vom Präsidium des Frauenstimmrechtsvereins. Sie starb 1946 kurz nach ihrem 82. Geburtstag in Schaffhausen.
Miriam Böhm, Monika Lay



Weitere Informationen:
Link 1: Heller, Veronika: Frida Wilhelmina Amsler Rauschenbach, in: Schaffhauser Beiträge für die Geschichte Biographien Band V 68 (1991) S. 9-16 (PDF).


Frida Amsler Rauschenbach web

Stadtarchiv Schaffhausen, Maler: Hans Sturzenegger

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